Schloss Schlatt unter Krähen (Baden Württemberg)
Ausgangsbeschreibung
Das Schloss stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist nicht unterkellert (siehe Planskizze). Der Mauerwerksaufbau besteht größtenteils aus Kalksandstein. Der messbare Feuchtespiegel am Verputz lag am Beginn der Trockenlegung zwischen 1,2m und 3,0m. Die Schadenssymptome waren eindeutig sichtbar (siehe Fotodokumentation). Starker muffiger Geruch war bemerkbar. Diese Räumlichkeiten waren nur sporadisch bzw. nicht bewohnt. Der kapillare Feuchtetransport fand über den Putz, die Mörtelfuge und am wenigsten über das Steinmauerwerk statt.
Austrocknungsziel
Das Erdgeschoss sollte ohne Eingriffe in die Bausubstanz wirtschaftlich trockengelegt werden. Die Putzsanierung sollte nach der Verdunstungsphase (=Teilentsalzung) erfolgen.
Austrocknungshergang
Wo es möglich war wurde ein vertikales Feuchtemessprofil mit 2-3 Messhöhen errichtet, um den Austrocknungsverlauf besser verfolgen zu können. Für die Messproben wurde nach Möglichkeit Mörtelfugenmaterial aus einer Tiefe von 15-20 cm ausgewertet. Bei der ersten Jahresmessung war besonders an den kritischen Messpunkten ein Entfeuchtungstrend zu messen. Ein Bereich war bereits nach einem Jahr trocken. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch den versalzenen Altputz. Bei der zweiten Jahresmessung waren schon mehrere Messbereiche im Trockenbereich. Die letzte Messung bestätigte in allen Bereichen Feuchtewerte im Toleranzbereich. Zwischenzeitliche Feuchtanstiege sind auf Feuchteschübe zurückzuführen bzw. Bohrprobenunterschiede. Im Einflussbereich der Messstelle unten wurde erst Ende 1998 ein Rohrdurchlass abgedichtet, sodass dieser Mauerbereich noch nicht vollständig austrocknen konnte.
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